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DIE GÖTTER ÜBER TROJA
1. Wirklich dreist, dieser Prinz Paris! Bei Menelaos in Sparta zu Gast,
brennt er mit dessen Frau Helena durch
samt dem Kronschatz zurück nach Troja in allergrößter Hast.
Und die Götter schauen zu vom Olymp.
2. Der geprellte Fürst findet Hilfe bei all den Königen in Griechenland.
Die Schandtat zu rächen, sofort bereit,
segeln tausend Schiffe los, mit Achaias besten Kriegern bemannt.
Und die Götter greifen ein angeregt.
3. Gelandet an Ilions Küste, die Wiedergutmachung ihnen verwehrt,
belagern die Griechen zehn Jahre die Stadt,
deren Mauern jedem Ansturm trotzen, die Totenfeuer wohlgenährt.
Und die Götter fegen wüst Figuren weg.
4. Die Strategen: Agamemnon und Priamos, die Helden, ruhmreich in Zweikampf und Schlacht:
hier Achilles und Ajax, dort Hektor und Äneas,
die fast alle so tragisch sterben, um Stolz und Ehre gebracht.
Und die Götter schneiden kühl die Fäden durch.
5. Gottvater Zeus gibt sich unparteiisch, doch wird zu Hera und Athene stehn
gegen Ares, Aphrodite und Apollon,
so dass die Griechen siegen werden und die Trojaner untergehn.
Und die Götter wägen ab gnadenlos.
6. Odysseus rät zum Bau des hölzernen Pferdes, als wär ein Opfer für Poseidon geplant;
beim vorgetäuschten Abzug als Beute überlassen,
wird dem tödlichen Inhalt umjubelt der Weg in die Stadt gebahnt.
Und die Götter inszeniern ein Blutgericht.
Text und Melodie: Karl Koch